Wichtig vorab: Dieser Artikel beruht noch nicht auf eigenen Erfahrungen. Es geht zunächst um meine Einschätzung zum Thema AmazonFBA basierend auf meinen Recherchen und dem Austausch mit erfolgreichen Sellern. Du liest also die Meinung eines echten Fachidioten 😉

Zur Einstimmung auf diesen Artikel habe ich mich gefragt, wann und wie ich eigentlich zum ersten Mal gedanklich mit AmazonFBA in Berührung kam.

So ganz genau weiß ich das zwar nicht mehr, aber es war auf jeden Fall irgendwann im Sommer 2016.

Ich glaube die Gedanken darüber, welche selbstständigen Projekte ich neben meinem Hauptjob noch angehen kann, umtreiben mich schon seit Jahren.

Letztendlich habe ich deshalb wohl auch schon in Schule und Studium damit begonnen, mich stets verschiedenen „side projects“ zu widmen. Unendlich viele Blogs und Podcasts habe ich zu diversen Möglichkeiten gelesen und gehört.

Neben der Schule war es eine Internetagentur im Ruhrgebiet. Zu Studienzeiten ging es gemeinsam mit meinem Bruder um Personalvermittlung für Startups. Im Januar 2015 entstand dann dieser Blog.

Abgesehen vom Blog, der bis heute ganz klar als Hobby und nicht als Business einzustufen ist, hatten alle Projekte einen entscheidenden Nachteil:

Es war immer „People Business“.

Der Erfolg ist also extrem von persönlichen Beziehungen und dem regelmäßigen Kontakt abhängig. Die Kundenakquise ist aufwändig und erfordert viel Zeit. Besonders zu den Kernarbeitszeiten.

Deshalb habe ich mich immer wieder damit beschäftigt, welche Alternativen es gibt. Denn neben einem Fulltime-Job bleibt für ein „People Business“ einfach wenig Zeit und du verlierst schnell gegen jene, die sich voll auf Akquise und Kundenbetreuung konzentrieren können.

Wie funktioniert AmazonFBA?

Fulfillment by Amazon. Dafür steht die Abkürzung FBA.

Soweit so gut.

Wie du sicherlich weißt, ist Amazon nicht einfach nur ein Online Shop. Amazon ist vor allem ein Marktplatz. Neben dem eigenen Verkauf von Artikeln bietet Amazon jedem die Möglichkeit, selbst als Verkäufer auf Amazon aufzutreten und eigene Produkte zu vertreiben.

Was den Versand der Produkte angeht hast du dann zwei Optionen.

  1. Fulfillment by Merchant
  2. Fulfillment by Amazon

Im ersten Fall werden deine Produkte zwar über Amazon verkauft, du bist aber für den Versand und auch für Retouren selbst verantwortlich.

Nutzt du stattdessen den AmazonFBA Service, so liegen deine Produkte in einem der vielen Amazon Lager. Wird dein Produkt gekauft, regelt Amazon die komplette Versandabwicklung und kümmert sich ebenso um Retouren.

Das bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Kein eigenes Lager
  • Keine eigene Logistik
  • Versand per Amazon Prime (wichtig für die Conversion)
  • Kein Stress mit Retouren
  • Ortsunabhängiges Modell
Screenshot AmazonFBA Kennzeichnung

An der markierten Stelle sind AmazonFBA Seller zu erkennen

Dies sind nur einige Vorteile. Ganz allgemein ist der Verkauf eigener Produkte über Amazon für mich einfach sehr smart, denn:

Auf Google möchten User Informationen, auf Amazon hat der Nutzer eine klare Kaufabsicht!

Es ist also nicht nötig, einen eigenen Online Shop zu starten um ins eCommerce einzusteigen.

Du musst deinen Shop nicht erst bekannt machen und viel für Marketing ausgeben.

Mit einer Listung auf Amazon erhältst du direkten Zugang zu zahllosen potentiellen Käufern. Natürlich gibt es auch Risiken und es ist nicht so einfach, wie es klingt. Dazu werde ich noch einen gesonderten Artikel schreiben.

Insgesamt haben mich die vielen Blogs und Podcasts zu AmazonFBA total heiß gemacht und ich möchte es unbedingt probieren!

Am Ende des Artikels verlinke ich dir noch ein paar Podcasts und Blogs, die ich besonders hilfreich finde.

Welches Budget brauche ich zum Start?

Jaja, das liebe Geld.

Man könnte sich fragen, warum ich nicht längst losgelegt habe. Wo ich doch schon seit Sommer 2016 mit dem Projekt liebäugle.

Ich habe oft gelesen, dass für einen professionellen Start einige Tausend Euro einkalkuliert werden sollen. Du brauchst Budget für Dinge wie:

  • Gewerbeanmeldung
  • Steuerberatung
  • Erstbestellung der Ware
  • Produktfotos
  • EANs
  • Markenanmeldung
  • erste Produkt-Rezensionen
  • Werbung auf Amazon
  • Nachbestellung
  • und und und…

Und wenn der Produkt Launch dann erfolgreich war, muss auch schon nachbestellt werden. „Mindestens 3.000€ oder mehr sollte man da schon mitbringen“, las ich oft.

Egal wie groß das Budget für den Start wirklich sein muss, bei mir stand ein viel wichtigeres Thema an.

Im November läuteten für mich und meine Anika die Hochzeitsglocken und im Februar geht es endlich auf Hochzeitsreise nach Südafrika!

Und der Tag war jeden Cent wert 🙂

Fazit

Je mehr ich über AmazonFBA, Erfolgsgeschichten und Praxistipps lese, desto mehr kribbelt es in den Fingern.

Fest steht: Irgendwann in den kommenden Monaten werde ich einen Selbstversuch starten und das Thema konkret angehen.

Ich bin allerdings kein Fan davon, sofort mehrere Tausend Euro zu investieren und damit vielleicht auf die Nase zu fallen.

Stattdessen wird es ein überschaubares Budget sein. Vielleicht 500€, vielleicht auch 1.000€. Möglicherweise passiert der erste Test auch nur mit 100€.

Mit Sicherheit werde ich für den Start 2-3 verschiedene Produkte bestellen und testen, welches am besten ankommt. Frei nach Tim Ferriss (4-Stunden Woche) und Eric Ries (The Lean Startup).

Ganz sicher werde ich meine AmazonFBA Reise dokumentieren und dich teilhaben lassen.

Und jetzt würde mich interessieren, ob du auch starten willst oder vielleicht schon auf Amazon aktiv bist. Schreibe mit eine Mail an julian@noell.vc oder hinterlasse einen Kommentar!

Viele Grüße und bis bald

Signatur Julian

 

 

P.S. Wie oben angekündigt hier noch einige Links, die ich zu dem Thema sehr spannend finde:

Titelbild: Flickr (Ge.Ne)

Categories: Online Business

2 Comments

Paul · 22. Januar 2017 at 16:09

ganz ehrlich, auch mal die Masse an Sellers gesehen die wieder aufhoeren?? Weil Amazon hat die dumme Angewohnheit Produkte die sich gut verkaufen eine Zeit lang anzuschauen, dann den Hersteller zu kontaktieren, und die Produkte auch anzubieten, immer bisschen billiger als du es kannst.

Das naechste ist das Thema Gebuehren, da wird jeder Haendler voll zur Kasse gebeten, nicht nur das er monatlich ja seinen Shop da bezahlt, nein es kommen auch noch Verkaufsgebuehren drauf, und das laeppert sich zu einen ansehnlichen Suemmchen.

Das Fazit fuer mich ist gewesen, es lohnt sich nicht, weil so billig kann man die Ware garnicht einkaufen um das man da noch wirklich Gewinn macht.

Grosse Anbieter die Waren durch grosse Masse selber einkaufen koennen, ok vielleicht, aber wenn du noch Versand Amazon waehlst, hee auch das sind Kosten. Das beste dabei ist bei nicht verkaufter Ware oder Retour ( was mehr als genug vorhanden ist ) , da zahlst du Lagergebuehr, oder sie werden nach einer gewissen Zeit entsorgt, auf deine Kosten. Hier also erst mal die Bedingungen anschauen.

Ich wuerde es nicht mehr machen, eben weil es sich nicht lohnt, und ich hatte mehr als 4000 Produkte online.

Da kommt man mit anderen Produkten oder Dienstleistungen bei weiten besser weg

    Julian · 22. Januar 2017 at 19:59

    Hi Paul, ganz sicher hören auch viele wieder auf, weil sie nicht erfolgreich sind oder es nicht das richtige Business für sie ist.

    Zu Themen wie Gebühren und weiteren Schwierigkeiten bei AmazonFBA möchte ich demnächst nochmal einen gesonderten Artikel schreiben.

    Insgesamt glaube ich aber schon, dass der Erfolg auf Amazon möglich ist und damit auch Geld verdient werden kann. Wie groß diese Herausforderung ist, werde ich in Zukunft mal selber testen.

    Alles Gute

    Julian

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